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Niederösterreicher vermeiden durch Radfahren und Gehen rund 180.000 Tonnen CO2

Erstellt am: 23.09.2020
Niederösterreicher vermeiden durch Radfahren und Gehen rund 180.000 Tonnen CO2-
Das Potenzial für mehr Radverkehr ist in Niederösterreich sehr groß, macht der VCÖ anlässlich des heutigen autofreien Tags aufmerksam. In Niederösterreich ist jeder sechste Alltagsweg kürzer als ein Kilometer, die Hälfte sind kürzer als 5 Kilometer und zwei Drittel kürzer als zehn Kilometer. Wer Alltagswege zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurücklegt, spart viel Geld, tut der eigenen Gesundheit Gutes und vermeidet viel CO2. Der VCÖ betont, dass es einen verstärkten Ausbau der Rad-Infrastruktur sowie eine fußgängerfreundliche Verkehrsplanung in den Gemeinden und Städten braucht.

Rund 180.000 Tonnen CO2 pro Jahr vermeiden die Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher dadurch, dass sie Alltagswege zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurücklegen, macht der VCÖ aufmerksam. "Alltagswege zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückzulegen ist ein wichtiger und einfacher Beitrag zum Klimaschutz", stellt VCÖ-Sprecher Christian Gratzer am heutigen Autofreien Tag fest. Das Potenzial, dass mehr Wege mit Muskelkraft betrieben zurückgelegt werden, ist in Niederösterreich groß.

Denn in Niederösterreich ist jeder sechste Alltagsweg kürzer als ein Kilometer, was gut zu Fuß gegangen werden kann. Die Hälfte aller Alltagswege ist kürzer als fünf Kilometer. Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt täglich eine halbe Stunde Bewegung. Wer diese Empfehlung einhält reduziert laut WHO das Herzinfarktrisiko um rund 50 Prozent.

Immerhin haben 82 Prozent der Haushalte in Niederösterreich mindestens ein Fahrrad. "Das Fahrrad möglichst oft für Alltagswege zu verwenden, zahlt sich mehrfach aus. Statt Erdöl verbrennen wir beim Radfahren Kalorien, was unserer Gesundheit und Fitness gut tut, unsere Geldbörse schont und ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz ist", macht VCÖ-Sprecher Gratzer auf den vielfachen Nutzen bewegungsaktiver Mobilität aufmerksam.

Derzeit werden aber viele kurze Strecken mit dem Auto gefahren. Dabei ist gerade bei Kurzstrecken der Spritverbrauch sehr hoch. Wer 1.000 Kilometer zu Fuß oder mit dem Fahrrad statt mit dem Auto zurücklegt, spart sich allein an Spritkosten fast 100 Euro pro Jahr.

Der VCÖ betont, dass innerhalb des Ortsgebiets dem Radfahren und dem zu Fuß gehen mehr Platz einzuräumen ist und auch außerhalb der Orte sind Radwege und auch Gehwege verstärkt auszubauen. Bei Befragungen werden zu hohes Tempo des Autoverkehrs und fehlende Rad-Infrastruktur häufig als Gründe genannt, warum eine Strecke nicht mit dem Fahrrad gefahren wird. Deshalb ist es wichtig, dass es von Siedlungen zum nächstgelegenen Ortsgebiet eine gute Radverbindung gibt und Bahnhöfe immer an das Radwegenetz angebunden sind. Denn die Kombination Fahrrad und Bahn ist um ein Vielfaches klimafreundlicher als das Auto.

Der VCÖ weist darauf hin, dass der Ausbau der Radwege auch die Konjunktur belebt und viele Arbeitsplätze schafft. Pro 100 Millionen Euro werden durch den Ausbau der Rad-Infrastruktur sogar um 50 Prozent mehr Arbeitsplätze geschaffen als durch den maschinenintensiven Ausbau von Autobahnen. Derzeit gibt es von der Bundesregierung eine umfassende Förderung für Gemeinden und Städte für den Bau von Radwegen. "Die Gemeinden und Städte sollten sich im Interesse der Bevölkerung ein möglichst großes Stück des Förderkuchens sichern", so VCÖ-Sprecher Gratzer.

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