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Königsberger-Ludwig: Erfreuliche Berichte aus Arztpraxen zu Antigen-Schnelltests

Erstellt am: 16.11.2020
Königsberger-Ludwig: Erfreuliche Berichte aus Arztpraxen zu Antigen-Schnelltests-
Seit knapp vier Wochen besteht für Krankenversicherte und ihre Angehörigen mit spezifischen Krankheitssymptomen die Möglichkeit, sich mittels Antigen-Schnelltest kostenlos bei Hausärzten auf COVID-19 testen zu lassen. Nun liegen erste Rückmeldungen über die Tests vor. „Wir haben in Niederösterreich frühzeitig Gespräche mit Vertretern der Ärzteschaft und der Bezirksverwaltungsbehörden geführt, um die sich eröffnende Chance zu nutzen und auf die spezifischen Erfordernisse der neuen Testmöglichkeiten gut vorbereitet zu sein. Vor allem wollten wir ein sicheres Arbeiten für die Allgemeinmediziner sicherstellen. Umso mehr bin ich jetzt über die positiven Berichte aus den Arztpraxen erfreut“, bedankt sich NÖ Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig bei allen Mitwirkenden, insbesondere bei Dr. Dr. Susanne Rabady und Dr. Dietmar Baumgartner von der Ärztekammer NÖ.

„Das Testen von symptomatischen Menschen und Kontaktpersonen ist ein bedeutender Bestandteil unserer Strategie, um Infektionsketten zu unterbrechen und das Gesundheitssystem vor Überlastung zu schützen. Ich hoffe daher, dass möglichst viele Hausärzte im Rahmen ihrer Diagnosetätigkeit testen werden, da ich das in jedem Fall als eine hilfreiche Unterstützung des öffentlichen Gesundheitssystems im Kampf gegen die Pandemie sehe und dies unser gemeinsames Ziel unterstützt, der Bevölkerung ein breites Angebot von Testmöglichkeiten anzubieten“, ergänzt Königsberger-Ludwig.

Auch Dr. Rafael Pichler, Allgemeinmediziner aus St. Pölten, zeigt sich von der neuen Testmöglichkeit überzeugt: „Die Patienten schätzen es besonders, dass innerhalb kurzer Zeit, 15 bis 20 Minuten, ein Befund vorliegt. Das schnell verfügbare Ergebnis bedeutet aber auch einen zeitlichen Vorsprung, der für die Gesundheitsbehörden bei der Eindämmung des Virus entscheidend ist.“

Seine persönliche Erfahrung der letzten Wochen zeige, dass die Trefferquote bei symptomatischen Personen etwa im gleichen Bereich wie bei PCR-Tests liege. Diese bewege sich aktuell zwischen 15 bis 20 Prozent der abgenommenen Proben, meint Dr. Pichler. „Entscheidend ist allerdings, dass die Tests vom medizinischen Fachpersonal abgenommen werden, damit eine korrekte Probeentnahme, Interpretation der Ergebnisse und Meldung sichergestellt werden können“, warnt der Mediziner vor einer „trügerischen“ Gewissheit bei einem falsch negativen Ergebnis. 

Ist ein Antigen-Test positiv, so muss dieser durch einen PCR-Test bestätigt werden. Der Grund dafür ist, dass die Antigen-Tests nicht so „sensitiv“ wie PCR-Tests sind. „Die Sensitivität der aktuell verfügbaren Antigen-Tests weicht nach bisherigen Erfahrungen von den Herstellerangaben ab. Bei Patienten mit Krankheitsbild ist jedoch eine hohe Sensitivität bis zu 95 Prozent zu beobachten. Für asymptomatische Personen ist diese weniger hoch. Daher sind Tests für diesen Personenkreis vielmehr im Rahmen von Ausbruchsmanagement, Testungen von Hochrisiko-Kontaktpersonen oder als Screeningtest in Einrichtungen mit besonders exponiertem Personal, z. B. Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen, sinnvoll“, erklärt Dr. Pichler.

In diesem Zusammenhang spricht sich die Landesrätin für eine Änderung bei der bundesweiten Teststrategie aus. „Bei positiven Tests von Personen mit Krankheitsbild, die im niedergelassenen Bereich abgenommen worden sind, sollte in Zukunft der PCR-Test entfallen können. Das würde Testressourcen sparen und die Arbeit im Rahmen des Contact Tracing massiv unterstützen“, so Königsberger-Ludwig abschließend.

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