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In Niederösterreich in den ersten drei Quartalen um 13 Prozent weniger Verkehrstote

Erstellt am: 01.10.2020
In Niederösterreich in den ersten drei Quartalen um 13 Prozent weniger Verkehrstote-
In Niederösterreich ging die Zahl der Verkehrstoten in den ersten drei Quartalen um zehn zurück, macht der VCÖ aufmerksam. Aber 64 Todesopfer sind Mahnung, weitere Maßnahmen zu setzen. So sind die Strafen für Raser zu erhöhen, Handy am Steuer ist ins Vormerksystem aufzunehmen. Sehr wichtig sind auch präventive Maßnahmen, betont der VCÖ. Das Öffentliche Verkehrsnetz ist auszubauen, im Ortsgebiet erhöht eine fußgängerfreundliche Verkehrsplanung die Verkehrssicherheit.

"Niederösterreich hat heuer die Chance auf die beste Unfallbilanz seit Bestehen der Unfallstatistik", stellt VCÖ-Sprecher Christian Gratzer fest. In den ersten neun Monaten war die Zahl der Verkehrstoten um 13 Prozent niedriger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. 64Menschen wurden seit Jahresbeginn bei Verkehrsunfällen in Niederösterreich getötet, zur gleichen Zeit des Vorjahres waren 74 Todesopfer zu beklagen, am Ende des Jahres 101. Die bisher niedrigste Anzahl an Verkehrstoten gab es in Niederösterreich im Jahr 2017 mit 93 Todesopfern.

Eine Ursache für die starke Reduktion der tödlichen Verkehrsunfälle in Niederösterreich war der Verkehrsrückgang infolge der Maßnahmen zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie. Aber auch die von den Gemeinden, Bezirken und dem Land gesetzten Maßnahmen sowie die Kontrollen der Exekutive tragen zur Verringerung der schweren Unfälle bei.

Die 64 Todesopfer sind Mahnung, weitere Maßnahmen zu setzen. Der VCÖ fordert, dass auf Bundesebene die Strafen für Raser erhöht werden. Österreichweit wurde im Vorjahr 7.198 Personen der Führerschein wegen Raserei abgenommen. Bei rund 5,7 Millionen Autofahrerinnen und Autofahrer sind das 0,12 Prozent, verdeutlicht der VCÖ. "Eine kleine Minderheit gefährdet durch ihr verantwortungsloses Verhalten alle anderen Verkehrsteilnehmer. Die Bevölkerung ist vor diesen Risikolenkern besser zu schützen", tritt VCÖ-Sprecher Gratzer für verstärkte Maßnahmen ein. So soll der Führerschein früher und für eine längere Zeit abgenommen werden, die Mindeststrafe soll erhöht und Raserei ins Vormerksystem aufgenommen werden.

Ebenfalls ins Vormerksystem soll Handy am Steuer kommen. Wer mit dem Handy am Ohr telefoniert reagiert so schlecht wie ein Alkolenker mit 0,8 Promille, verdeutlicht der VCÖ. Die aktuelle Strafe - 50 Euro bei Organmandat - steht in keinem Verhältnis zur Gefahr, die von Handy am Steuer ausgeht.

Wichtig sind auch präventive Maßnahmen, wie der Ausbau des öffentlichen Verkehrsnetzes, häufigere Bahn- und Busverbindungen, sichere Radwege zwischen Siedlungen und dem nächsten Ortsgebiet sowie eine fußgängerfreundliche Verkehrsplanung in den Gemeinden und Städten. "Jeder Verkehrstote ist einer zuviel. Die einzig akzeptable Anzahl an tödlichen Verkehrsunfällen ist null. Und diesem Ziel gilt es so nahe wie möglich zu kommen", betont VCÖ-Sprecher Gratzer.

Quelle: BMI, VCÖ 2020

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