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Mehr Badefreudige an heimischen Gewässern wegen COVID-19

Erstellt am: 28.07.2020
Mehr Badefreudige an heimischen Gewässern wegen COVID-19-

In diesem Jahr feiert die Österreichische Wasserrettung Landesverband NÖ ihr 60-jähriges Bestandsjubiläum. Bei einem gemeinsamen Pressegespräch informierten heute, Dienstag, NÖ Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig sowie der Präsident der Österreichischen Wasserrettung Landesverband NÖ, Markus Schimböck, einerseits über die Einsatzstatistik 2019 und andererseits über die aktuellen Herausforderungen der Rettungseinheit durch COVID-19.

Zu Beginn gratulierte die Gesundheitslandesrätin zum Jubiläum recht herzlich und wünschte für die zukünftigen Aufgabenstellungen alles Gute. Zugleich unterstrich sie die große Bedeutung der Wasserrettung im Rahmen der NÖ Rettungslandschaft. „Ein Badeausflug kann auch schnell gefährlich werden. Besonders die hohen Pegelstände der letzten Wochen werden immer wieder unterschätzt. Sichere Badestellen, die normalerweise kein Problem darstellen, können nach einem Hochwasser plötzlich ein Risiko in sich bergen“, warnte die Landesrätin und übte Kritik gegenüber verantwortungslosem Handeln: „Die Bilder des Hochwassersurfers auf der Ybbs haben wir alle noch im Kopf. Eine solche Aktion gefährdet nicht nur die Person selbst, sondern auch die Einsatzkräfte, zumal eine Rettung bloß unter Lebensgefahr möglich ist.“

Es sei stets wichtig, die Baderegeln einzuhalten und in diesem Sommer ganz besonders auch die Empfehlungen der Gesundheitsbehörden, obwohl grundsätzlich einem Badeausflug nichts entgegenstehe, sagte Königsberger-Ludwig: „Auch in Zeiten des Coronavirus ist Schwimmen zu empfehlen, sofern die Abstandsregeln, ein bis zwei Metern in Beckenbädern und drei bis vier Metern in Flüssen, Seen und Kleinbadeteichen, beherzigt und die Sicherheitsregeln beim Baden nicht vergessen werden.“

Speziellen Dank sprach Königsberger-Ludwig den ehrenamtlichen Rettungskräften der Wasserrettung für die insgesamt 42.000 geleisteten Stunden des Vorjahrs aus. „Rettungseinsätze am, auf und im Wasser sind keine einfache Sache, sondern ein Job für hochspezialisierte Einsatzkräfte. Aber auch die Schwimmkurse für die Kleinsten sind ein wichtiger Beitrag. Sie beugen schrecklichen Unfällen vor und vermitteln früh die Freude am Schwimmen“, hielt Königsberger-Ludwig fest.

Präsident Schimböck wies darauf hin, dass sich für die Österr. Wasserrettung Landesverband NÖ in den letzten 60 Jahren viel verändert habe. „Die Ausrüstung für unsere Wasserrettung wurde stetig verbessert und die Ausbildung auf professionelle Strukturen gestellt.“ Auch die Zusammenarbeit mit Behörden und anderen Organisationen sei wesentlich verbessert worden, um den Herausforderungen auch in den kommenden Jahren gewachsen zu sein, so Schimböck: „Neben diesen internen Maßnahmen wurde durch unsere ehrenamtlichen Mitglieder aber auch versucht, im präventiven Bereich tätig zu sein, um einen Sicherheitsbeitrag für die Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher zu leisten.“

In 593 Fällen musste die Wasserrettung im Jahr 2019 ausrücken und bei vielfältigen Aufgaben Hilfe leisten. Im Vergleich zum Vorjahr sei das ein Plus von 2,6 Prozent, rechnete Schimböck vor. Die Wasserrettung habe in den letzten Jahren vermehrt auf Seen, Badeseen und auf der Donau ihren Dienst geleistet, wobei vor allem Freizeitaktivitäten am Wasser, wie beispielsweise Sportveranstaltungen, Musikfestivals, etc. überwacht worden seien, gab Präsident Schimböck außerdem Einblick in das große Betätigungsfeld: „Wir erwarten, dass auch heuer wieder diese Bereiche unser spezielles Augenmerk erfordern. Zwar finden kaum Veranstaltungen statt, die Menschen nutzen allerdings aufgrund der Coronakrise viel öfter die Freiflächen.“
Um diese Einsätze erfolgreich abschließen zu können, müssen die knapp 255 aktiven Einsatzretter ständig trainieren, auch gemeinsam mit anderen Rettungsorganisationen. Im Jahresschnitt werden dadurch bis zu zehn Menschen aus lebensbedrohlichen Situationen gerettet. Abschließend machte Schimböck noch darauf aufmerksam, dass die Wasserrettung bei Notfällen jederzeit über die Notrufnummer 144 alarmiert werden könne.

Im Bild WR102 v.l.n.r.: Präs. Markus Schimböck, LR Ulrike Königsberger-Ludwig und Einsatzretter Abdul Fakhouri.
Fotocredit: Toni Heinzl

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