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Amateurvereine verlieren Existenzgrundlage

Erstellt am: 01.10.2020
Amateurvereine verlieren Existenzgrundlage-
Nationalrats-Abgeordneter Alois Schroll kritisiert die fehlenden Hilfsmaßnahmen für Sportvereine und unterstützt die Forderung der SPÖ NÖ: 1.500 Euro pro Geisterspiel

„Die Amateursportvereine sind der Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens in der Kommune“, erklärt SPÖ-Abgeordneter und Sportausschussmitglied Alois Schroll heute seine Unterstützung der Forderung der SPÖ Niederösterreich nach 1.500 Euro pro Geisterspiel für Sportvereine. In Niederösterreich dürfen – einer kürzlich erlassenen Verordnung zufolge - Vereine bei Orange-Schaltung der Corona-Ampel im entsprechenden Bezirk keine ZuseherInnen mehr zulassen. „Die Vereine leben mit den Mitgliedern, gleichzeitig leben sie auch von ihnen. Mit ihrer ehrenamtlichen Arbeit bilden sie die unverzichtbare Basis für das tägliche Funktionieren der Vereine. Klar ist, dass die Gesundheit oberste Priorität haben muss. Aber den Vereinen jetzt auch noch die Existenzgrundlage zu nehmen, indem man die ZuseherInnen und UnterstützerInnen aussperrt, ohne gleichzeitig eine Hilfe anzubieten, ist – sportlich gesagt – unfair“, sagt der Abgeordnete.

Seit Jahrzehnten übernehmen Amateursportvereine besondere Aufgaben. So spielen sie unter anderem bei der sportlichen Ausbildung von Jugendlichen, der täglichen Bewegung und der persönlichen Entwicklung von Heranwachsenden eine prägende Rolle. Darüber hinaus sind gerade die Amateursportvereine zu einem nicht unerheblichen wirtschaftlichen Faktor herangewachsen. Sie jetzt im Stich zu lassen, ist für Schroll unverständlich: „Von Ticketverkäufen und Konsum über Spielpatronanzen, Matchballsponsoring und andere Werbeeinnahmen wird den Vereinen jede Möglichkeit, ihre Kosten zu decken, genommen.“

Angesichts dieser bedrohlichen Zukunftsaussichten stellt sich Schroll hinter die Forderung der SPÖ Niederösterreich, die sich um eine rasche Hilfe für Vereine einsetzt, die zu Geisterspielen gezwungen sind. Ein Antrag diesbezüglich wird demnächst im Landtag eingebracht. Ebenso wie Reinhard Hundsmüller, Klubobmann der SPÖ Niederösterreich, und Sportsprecher Rainer Windholz, hofft Schroll auf eine breite Unterstützung im Landtag, damit nicht noch mehr Zeit verloren geht. „Ab dem 5. Oktober gilt die neue Verordnung. Niemand weiß, welche Vereine in Zukunft davon betroffen sein werden. Denn genauso undurchsichtig wie die Farbschaltung der Corona-Ampel ist auch das Schicksal vieler Amateursportvereine in Niederösterreich, das direkt an Gelb oder Orange geknüpft ist“, so Schroll.

Vereinen fehlen Sponsoren
Der Vizepräsident des ASKÖ Landesverbandes NÖ und Obmann des Bezirksverbandes Amstetten-Melk-Scheibbs Fritz Etlinger meint dazu: „Es betrifft ja nicht nur den Fußball. Auch andere Sportarten wie Basket- und Volleyball, Leichtathletik und Tischtennis sind betroffen. Die Vereine befinden sich derzeit in einer schwierigen Situation, weil auch die Sponsorengelder gekürzt wurden. Auch die Gemeinden sind vorsichtiger geworden und geben weniger. Bei Veranstaltungsanmeldungen merkt man, dass die Menschen Angst vor großen Gruppen haben. Und den Vereinen fehlen die Mitgliedsbeiträge.“

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